News

 

Gemeinde investiert kräftig in den Bildungsbereich

06.07.2019 07:07

Wichtige Beschlüsse im Bildungsbereich hat der Telfer Gemeinderat am Donnerstag gefasst: Die Marktgemeinde fördert die private Kinderbetreuung stärker und investiert kräftig in das digitale Lernen.

Um den Fortbestand der bewährten privaten Kinderbetreuungseinrichtungen „Haus der Kinder" und „Kinderwerkstatt Schpumpernudl" langfristig finanziell zu sichern, ist eine höhere Gemeindeförderung nötig. Dafür wurden neue Richtlinien erstellt und im Gemeinderat für das Schuljahr 2019/20 beschlossen.

„Bisher wurde monatlich eine Kopfquote pro Telfer Kind überwiesen. Das ist ein altbackenes System und vernachlässigt zudem die Aufenthaltsdauer der Kinder in der jeweiligen Einrichtung", erläuterte Bildungsreferent GR Klaus Schuchter MA.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Gemeindeförderung NEU an der Personalkostenförderung des Landes Tirol anzulehnen und dabei 50 Prozent des vom Land vorgegebenen Mindestpersonaleinsatzes zu refundieren. Das kostet die Gemeinde in etwa 80.000 Euro jährlich mehr. „Wir wollen die bunte Telfer Bildungsvielfalt erhalten – das muss es uns wert sein", sagte GV HR Josef Federspiel und erhielt dafür breite Zustimmung. Die Förderung wird an Auflagen geknüpft, wie z.B. eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Gemeinde und eine Abstimmung bei Konzeptionserstellung, Aufnahmebedingungen, Organisationsform und Preisgestaltung. Für auswärtige Kinder sollen die Wohnortgemeinden bzw. Eltern Kosten übernehmen.

Im Rahmen der Bildungsoffensive „Tirol lernt digital" investiert die Marktgemeinde inklusive Landesförderung knapp 400.000 Euro. Profitieren werden alle Pflichtschulen mit insgesamt 69 Klassen (Volksschulen, Mittelschulen und Polytechnische Schule) - umgesetzt bzw. komplettiert werden u.a. elektronische Verkabelung, flächendeckendes WLAN, Computerräume und Lernlabore sowie multimediale Arbeitsplätze. „Die Kosten sind vor allem deswegen so hoch, weil wir in der alten Thielmann-Schule viele veraltete Installationen erneuern müssen", informierte Schuchter. Die reine Bildungsoffensive kostet 152.000 Euro, wovon das Land 102.000 übernimmt. Außer in der Thielmann-Schule können alle Arbeiten bis Schulbeginn durchgeführt werden. (WiSch)

Foto: Die Thielmann-Volksschule, die im kommenden Jahr für das digitale Lernen adaptiert wird. (Foto: Dietrich)