Das Einberger-Schulzentrum erhält 28 Container: 16 Container für vier Klassenräume und 12 Container für zwei Bewegungsräume.
In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde mit großer Mehrheit bei einer Enthaltung beschlossen, die Schenkung von Containerklassen seitens der Bildungsdirektion anzunehmen und die notwendigen baulichen Maßnahmen einzuleiten. Ziel ist eine Entlastung der prekären Raumsituation am Einberger-Schulzentrum im Hinblick auf den bevorstehenden großen Umbau.
Container entschärfen Raumnot
„Die Container-Lösung kann die prekäre Raumsituation ab Winter bis zur Fertigstellung des Neu-, Um- und Zubauprojekts Einberger-Schulzentrum entschärfen. Allerdings sind Schenkungen oft mit Kosten verbunden“, erläuterte Vize-Bgm. Johannes Augustin (NEOS) als Obmann des Aus-schusses für Bildung und Kinderbetreuung. Konkret handelt es sich um 28 Container, aufgeteilt in 16 Container für vier Klassenräume und 12 Container für zwei Bewegungsräume. Jedes Modul verfügt über ca. 60 m² Nutzfläche.
Kosten und Investitionen
Die Container stammen von der Baustelle Fallmerayerstraße, wo sie sie als Klassenräume für GymnasiastInnen genutzt wurden. Die Abbau-, Transport- und Montagekosten sowie die Fundamente und Elektroinstallationen belaufen sich auf rund 200.000 Euro Brutto. Zusätzlich werden ca. 80.000 Euro für die Ausstattung der Räume benötigt. Die für die Einrichtung vorgesehenen Anschaffungen wurden zuvor mit den drei DirektorInnen abgestimmt. Bgm. Christian Härting (WFT) betonte: „Die Einrichtung werden wir nach dem Um- und Ausbau des Schulzentrums selbstverständlich weiterverwenden. Es handelt sich somit um eine vorgezogene Investition.“
Standortplan der Container
Die Aufstellung der vier Klassenräume ist östlich der Schweinester-Schule mit einem überdachten Zugang zum Glasgang vorgesehen, wodurch die beiden Hauptgebäude Schweinester und Thielmann auf kurzem Weg erreichbar sind. In der nordwestlichen Ecke – Richtung KIKO – sollen die zwei Bewegungsräume aufgestellt werden, um Konflikte mit der künftigen Baustelle zu vermeiden.
Mobile Fundamente
GR Alexandra Lobenwein (SPÖ) hinterfragte die Nachhaltigkeit und die Kosten der Containerlösung in Bezug auf das fixe Fundament. GR Herbert Klieber (Bürgerliste Telfs) sowie Baumeister und Bausachverständiger Daniel Gufler (WFT) bestätigten, dass mobile Fundamente eine gängige Lösung darstellen, weshalb die Option geprüft und das Angebot entsprechend überarbeitet wird.
Die Ausstattung muss neu beschafft werden, wird nach dem Um- und Ausbau weiterverwendet.
Die Container-Schenkung entschärft die Raumnot am Einberger-Schulzentrum.