Mannsbilder – Weibsbilder: Ausdrucksstarke Aktzeichnungen von Sabine Daum im Noaflhaus

Eine Gruppe gerahmter Bilder an einer WandNackte Wahrheiten: Sabine Daum zeigt mit ihren Aktzeichnungen „Mannsbilder – Weibsbilder“ den Menschen natürlich und unmittelbar.

Ins Noaflhaus lud die Kulturabteilung der Marktgemeinde Telfs zur Vernissage der Ausstellung „Mannsbilder – Weibsbilder“ von Sabine Daum. Abteilungsleiterin Christine Gamper und ihre Stellvertreterin Sandra Marsoun-Kaindl begrüßten zahlreiche BesucherInnen zu einem Abend ganz im Zeichen der nackten Wahrheit bzw. menschlichen Figur.

Reduktion auf das Wesentliche

Unter dem Titel „Mannsbilder – Weibsbilder“ präsentiert Sabine Daum eindrucksvolle Aktzeichnungen – Darstellungen von Männern und Frauen, wie sie sind: ohne Mode, ohne Ablenkung, reduziert auf Körperhaltung und Bewegung. Ihre Arbeiten zeigen den Menschen natürlich und unmittelbar. In einem feinen Spiel von Licht und Schatten, von Linie und Fläche entstehen Momentaufnahmen, die das Wesen einer Person als „Mannsbild“ oder „Weibsbild“ einfangen. Die Zeichnungen bestechen durch Klarheit, Sensibilität und Präzision.

Kunst als lebenslanger Begleiter

Die Begrüßung übernahm Kulturreferentin GR Theresa Schromm, die dann an Ferdinand Bartl übergab. In seinen einführenden Worten würdigte er das konsequente künstlerische Schaffen von Sabine Daum. Durch einen Kunstkurs, so erzählte er, habe Sabine einst einen besonderen Lebensbegleiter gefunden: die Kunst. Seit rund 30 Jahren halte sie ihm die Treue und nähre diese Beziehung durch Reisen, Seminarbesuche und das gemeinsame Zeichnen in der Gruppe. Ihre Freude und Begeisterung am künstlerischen Tun seien bis heute ungebrochen, ebenso ihre Neugier, die sie immer wieder dazu bringe, mit neuen Techniken und Materialien zu experimentieren.

„Mannsbilder und Weibsbilder“ – und sie alle sind „Nakapazln“

Mit Blick auf die Ausstellung erklärte er: „Wir sehen hier Mannsbilder und Weibsbilder – und sie alle sind Nakapazln.“ Einige Arbeiten seien in Mischtechnik mit Acryl und Kreide auf Leinwand entstanden. Andere „Nackte“, wie er augenzwinkernd bemerkte, habe Sabine auf Stühle geklebt – auf diese könne man sich sogar setzen. 

Die meisten Werke jedoch seien auf Papier entstanden. Sabine betreibe gewissermaßen Papierrecycling, weil sie kein vollkommen weißes Blatt möge: Zeitungen, Buchseiten oder Notenblätter dienen ihr als Grundlage, die sie übermalt und bewusst teilweise sichtbar lässt. Viele Arbeiten sind als Aktzeichnungen in Graphit nach Modell entstanden und wurden mit Kreide weitergeführt, wobei Licht und Schatten fein herausgearbeitet sind. Zum Abschluss wünschte er der Künstlerin weiterhin „eine spannende Beziehung mit ihrem Begleiter – der Kunst“.

Für den musikalischen Rahmen sorgte das Ensemble Cellovoice, das der Vernissage eine besondere klangliche Note verlieh. Da sämtliche ausgestellten Werke nach Songtiteln benannt sind, erklangen an diesem Abend Stücke, deren Namen die Bilder tragen – wodurch Musik und Kunst in einen interessanten Dialog traten.

Öffnungszeiten und Begleitprogramm

  • Die Ausstellung ist von 5. März bis 20. Juni 2026 zu den Museumsöffnungszeiten des Noaflhauses (Donnerstag 14:00 – 17:00, Freitag 17:00 – 20:00, Samstag 9:00 – 12:00 Uhr) bei freiem Eintritt zu besuchen. Ein Besuch lohnt sich für alle, die sich auf eine unmittelbare und zugleich feinfühlige Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper einlassen möchten.
  • Donnerstag, 2. April .2026, 17:30 Uhr, Workshop Monotypie (ab 16 Jahren) – mit Anmeldung unter kultur@telfs.gv.at
  • Donnerstag, 21. Mai 2026, 19:00 Uhr, Lesung Sabine Schletterer und Klaus Rohrmoser „Mannsbilder – Weibsbilder & (fe)male words“
  • Donnerstag, 11. Juni 2026, 17:30 Uhr, Workshop Einführung in das Körperzeichnen (ab 16 Jahren) – mit Anmeldung unter kultur@telfs.gv.at
     
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    Nackte Wahrheiten: Sabine Daum zeigt mit ihren Aktzeichnungen „Mannsbilder – Weibsbilder“ den Menschen natürlich und unmittelbar.
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    Christine Gamper, Leiterin der Kulturabteilung der Marktgemeinde Telfs, ihre Stellvertreterin Sandra Marsoun-Kaindl, Künstlerin Sabine Daum, Kulturreferentin GR Theresa Schromm, Laudator und Künstler Laudatio Ferdinand Bartl mit dem Ensemble Cellovoice.
  • Laudator+Ferdinand+Bartl+ehrte+die+K%c3%bcnstlerin+Sabine+Daum+mit+einer+humorvollen+und+pointierten+Hommage.
    Laudator Ferdinand Bartl ehrte die Künstlerin Sabine Daum mit einer humorvollen und pointierten Hommage.
  • Das+Ensemble+Cellovoice+sorgte+f%c3%bcr+die+stimmungsvolle+musikalische+Umrahmung+der+Vernissage.
    Das Ensemble Cellovoice sorgte für die stimmungsvolle musikalische Umrahmung der Vernissage.
  • Zahlreiche+BesucherInnen+zeigten+gro%c3%9fes+Interesse+an+den+Aktzeichnungen+der+K%c3%bcnstlerin.
    Zahlreiche BesucherInnen zeigten großes Interesse an den Aktzeichnungen der Künstlerin.
  • Durch+das+Spiel+von+Licht+und+Schatten+schafft+die+K%c3%bcnstlerin+klare%2c+sensible+Charakterstudien.
    Durch das Spiel von Licht und Schatten schafft die Künstlerin klare, sensible Charakterstudien.
  • Vernissage_Daum_06
    Vernissage_Daum_06
  • Vernissage_Daum_07
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  • Vernissage_Daum_08
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  • Vernissage_Daum_09
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  • Vernissage_Daum_10
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  • Vernissage_Daum_11
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  • Vernissage_Daum_12
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  • Vernissage_Daum_13
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  • Vernissage_Daum_14
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  • Vernissage_Daum_15
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  • Vernissage_Daum_16
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  • Vernissage_Daum_17
    Vernissage_Daum_17